Wer kann teilnehmen?

Teilnehmen können alle Versicherten der beteiligten Krankenkassen TK, BARMER, DAK-Gesundheit & KNAPPSCHAFT, die aufgrund ihres funktionalen Status (ermittelt durch den LUCAS-FI) gefährdet sind, hilfs- und pflegebedürftig zu werden. Außerdem können Versicherte mit einem Pflegegrad eins bis drei teilnehmen.

Die beteiligten Krankenkassen informieren ihre Versicherten im Bezirk Hamburg-Eimsbüttel in einem Anschreiben über das NetzWerk GesundAktiv. Ab Oktober 2017 können sich die Versicherten, die ein Anschreiben erhalten haben, in das Versorgungsprogramm einschreiben.

Im Informationsblatt finden Sie alle wichtigen Informationen zum NetzWerk GesundAktiv auf einen Blick.

Weitere Informationen zur Versorgung

Unsere Projektpartner

Für die Beantragung der Fördermittel und die Umsetzung des Projekts wurde ein Konsortium gebildet. Konsortialführer ist die Techniker Krankenkasse (TK). Zu den weiteren Konsortialpartnern gehören:

Das Albertinen-Haus

Das Albertinen-Haus – Zentrum für Geriatrie und Gerontologie wurde 1980 als erstes Bundesmodell für Klinische Geriatrie gegründet und genießt in der Altersmedizin bundesweite hohe Reputation. In einem umfassenden modellhaften Konzept werden kurative, frührehabilitative und palliative Behandlung, ambulante und stationäre Pflege, selbstständiges Wohnen älterer Menschen sowie präventive Angebote eng miteinander verzahnt. Seit 2002 ist das Albertinen-Haus wissenschaftliche Einrichtung an der Universität Hamburg und stellt den Stiftungsprofessor für Geriatrie und Gerontologie an der Universität Hamburg. Jährlich werden in der Medizinisch-Geriatrischen Klinik mit 127 Betten rund 2.500 Patienten, in der geriatrischen Tagesklinik mit 35 Plätzen ca. 650 Patienten behandelt. Mit der Etablierung einer Einheit für Palliative Geriatrie und der Station für Kognitive Geriatrie zur akutmedizinischen Versorgung von kognitiv eingeschränkten Patienten sowie einem Zentrum für Alterstraumatologie gehört das Akademische Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg zu den bundesweiten Vorreitern. Neu ist eine Psychiatrische Tagesklinik für Ältere.

Das Bundesmodell Ambulante Geriatrische Rehabilitation sowie die Wohn-Pflegeeinrichtung mit Max Herz-Haus, Bundesmodelleinrichtung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen, unterstreichen die besondere altersmedizinische Kompetenz. Hinzu kommen eine Service-Wohnanlage, ein ambulanter Pflegedienst, die Beratungsstelle Demenz für Betroffene und ihre Angehörigen sowie Angebote zur Gesundheitsförderung und Prävention wie Therapeutisches Krafttraining, Tai Chi, Pilates, Fitness im Bewegungsbad und andere. Die Albertinen-Akademie ist Anbieter für geriatrisch-gerontologische Weiter- und Fortbildungen.

In der Abteilung für klinisch-geriatrische Forschung und Dokumentation werden Projekte in der Verbindung von Wissenschaft und Praxis zu geriatrisch-gerontologischen Themen mit Partnern auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene durchgeführt. Der Erfolg dokumentiert sich unter anderem im 1. Preis des Deutschen Präventionspreises 2005. Seit 2000 untersucht die LUCAS-Langzeitstudie Merkmale funktionalen Alterns in Hamburg. Arbeiten im Rahmen der Studie werden bzw. wurden gefördert durch: Europäische Kommission, BMFSFJ, Robert Bosch Stiftung, BMBF, Max und Ingeburg Herz-Stiftung. Ergebnisse sind bereits in innovative Praxiskonzepte geflossen, unter anderem „Aktive Gesundheitsförderung im Alter“, NetzWerk GesundAktiv.

Die Johanniter

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) ist seit mehr als 65 Jahren in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen aktiv. Seit ihrer Gründung am 7. April 1952 entwickelte sich die Johanniter-Unfall-Hilfe mit mehr als 20.000 Beschäftigten, 34.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und rund 1,3 Millionen Fördermitgliedern zu einer der größten Hilfsorganisationen Europas. Allein im Landesverband Nord, welcher sich von Flensburg über Rügen bis Hamburg und südlich der Elbe erstreckt, setzen sich über 2.000 Hauptamtliche und rund 4.500 Ehrenamtliche für ihre Mitmenschen ein. Gut 74.000 Fördermitglieder unterstützen unsere Arbeit finanziell. Als einer der größten Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland versorgen die Johanniter 140.000 Teilnehmer in den eigenen vier Wänden mit dem Hausnotrufsystem. Auf dem Markt der Pflegedienste ist die JUH bundesweit mit 130 ambulanten Pflegediensten (9.835 Klienten) und 100 Wohnanlagen für Betreutes Wohnen vertreten. An 241 Standorten in Deutschland betreiben die Johanniter Rettungswachen und versorgen dadurch ca. eine Million Menschen im Notfall.

Mehr Informationen zu der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. erhalten Sie unter: http://www.johanniter.de/

Experten im Bereich Notrufsysteme: Das leistet die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Aufgrund der über die Jahre aufgebauten Expertise im Bereich Notrufsysteme übernimmt die JUH im Zuge des Projektes NetzWerk GesundAktiv (NWGA) die Bereitstellung einer 24/7 besetzten Notruf- & Servicezentrale. Das im Rahmen des Projektes zur Verfügung gestellte Tablet bietet denjenigen NWGA-Teilnehmern, bei denen ein Bedarf dazu besteht, die Möglichkeit, über ein angeschlossenes Notrufgerät der JUH einen Hilferuf an die 24/7 besetzte Service- und Notrufzentrale der JUH abzusetzen. Eingehende Notrufe werden rund um die Uhr persönlich entgegengenommen und entsprechende Hilfeleistungen angestoßen. Insofern notwendig, fährt ein Einsatzdienst der JUH zum NWGA-Teilnehmer, um adäquate Hilfe vor Ort zu leisten.

Die Notruf- & Servicezentrale der Johanniter steht den NWGA-Teilnehmern als Service-Hotline außerhalb der Geschäftszeiten des Albertinen-Hauses zur Verfügung. So haben die Teilnehmer des Projektes jederzeit einen zuverlässigen Ansprechpartner an ihrer Seite. Die JUH nimmt die etwaigen Anliegen der Anrufer entgegen, gibt, soweit möglich, Hilfestellungen und leitet diese an das Fallmanagement des Albertinen-Hauses zur weiteren Bearbeitung weiter und übernimmt den technischen First-Level-Support. Somit kann den NWGA-Teilnehmern eine telefonische Anleitung/Begleitung bei eventuellen technischen Störungen des Assistenzsystems PAUL sowie gegebenenfalls die Weiterleitung an den Second-Level-Support rund um die Uhr gewährleistet werden.

CIBEK technology + trading GmbH

CIBEK liefert im Projekt NetzWerk GesundAktiv das System PAUL. PAUL (Persönlicher Assistent für unterstütztes Leben) ist ein über Touchdisplay bedienbares Gebäudesteuerungs- und Assistenzsystem das zur Unterstützung von täglichen Verrichtungen, der Vereinfachung von Kommunikation und der Verbesserung von Sicherheit im häuslichen Umfeld eingesetzt werden kann.

Besonders hervorzuheben ist die Integration von verschiedenen, durch Hardware unterstützten Erkennersystemen im häuslichen Umfeld zur Erkennung von Situationen der Hilflosigkeit und dem selbstständigen Auslösen eines Hilferufes, welche den NWGA-Teilnehmern im Bedarfsfall zur Verfügung gestellt werden können. Teile der Entwicklung erfolgten zusammen mit Fraunhofer und der Uni Kaiserlautern. CIBEK hat dafür die exklusiven Vertriebsrechte erworben.

Im Projekt wird auf die bestehende Basislösung aufgebaut. PAUL soll an die im Projekt auftretenden Anforderungen angepasst werden, wodurch eine Integration von bestehenden Funktionalitäten von Drittanbietern gewährleistet wird.

Weitere Besonderheiten sind eine 24-Stunden-Notruffunktion, Online-Videotelefonie sowie der Zugang zu Maßnahmen der Gesundheitsberatung und -versorgung im Quartier.

Hintergründe zur CIBEK GmbH

CIBEK entwickelt einfach bedienbare Technik für jedes Gebäude und Alter. Bei der Erstellung von individuellen Komplettlösungen setzt CIBEK standardisierte Technologien ein. Je nach Projektanforderung kommen aber auch eigene Produkte und selbst entwickelte Software zum Einsatz. Seit Mitte der neunziger Jahre arbeitet CIBEK im Bereich der Gebäudeautomation (Smart Home), was CIBEK zu einem kompetenten Partner im Projekt macht.

Speziell für die älter werdende Gesellschaft hat CIBEK das Produkt PAUL entwickelt und seit 2006 im aktiven Einsatz. Als verlässlicher Software-Partner mit umfassender technischer Erfahrung entwickelt CIBEK die Komplettlösung PAUL und berät bei der Einführung sowie deren Betrieb. Hierdurch wird für Menschen aller Altersgruppen und deren Angehörige eine modulare Standardplattform geschaffen, die Sicherheit, Komfort und Dienstleistungen für ein selbstorganisiertes Leben bietet.

CIBEK beteiligt sich bei mehreren innovativen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekten im deutschsprachigen Raum und auf EU-Ebene (z. B. FUN-Ni, TSA, Rosetta, Bea@Home, Dialog+, mentor+, Sympartner).

Das Team besteht aus Informatikern, Ingenieuren und Pflegewissenschaftlern.

Weitere Informationen erhalten Sie unter https://cibek.de

Universität Bielefeld

Prof. Dr. Wolfgang Greiner leitet seit 2005 den Lehrstuhl für „Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement“ an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld. Die Arbeitsgruppe umfasst derzeit zehn Mitarbeiter. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen gesundheitsökonomische Evaluation, der Versorgungsforschung – insbesondere mit Primär-und Sekundärdaten, des HTA sowie der Analyse betriebswirtschaftlicher Aspekte bei Akteuren des Gesundheitswesens. Darüber hinaus ist der Lehrstuhl eines der führenden Institute im Bereich der Lebensqualitätsforschung in Deutschland. So ist Prof. Greiner maßgeblich an der methodischen (Weiter-)Entwicklung, Adaption und Validierung sowie auch an den Valuation-Studien der verschiedenen Versionen des EQ-5D beteiligt.

Der Fokus im Bereich der gesundheitsökonomischen Evaluation liegt seit einigen Jahren zunehmend auf telemedizinischen Projekten. Dazu zählen insbesondere die BMBF-geförderten Projekte „EDiMed“ (Entwicklung eines Effizienzbewertungssystems für Dienstleistungen am Beispiel des Telemonitorings) und „AALADIN“ (Projekt zur elektronischen Pflegedokumentation und Steigerung der häuslichen Sicherheit), das vom BMG geförderte Projekt EVIDENT (Implementierung eines E-Mental Health Programms („Deprexis“) für Personen mitleicht- bis mittelgradiger Depressivität) sowie das vom Land NRW geförderte „Arzneimittelkonto-NRW“ (Verbesserung der AMTS im Alter) sowie dessen Nachfolger.

Es bestehen Erfahrungen und Kompetenzen bei der multidimensionalen Evaluation telemedizinischer Dienstleistungen für indikationsübergreifende als auch -spezifische Anwendungen in verschiedenen Settings und für unterschiedliche Patientengruppen.

Durch seine Mitgliedschaften im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, den wissenschaftlichen Beiräten des IQWiG und verschiedener Krankenkassen, dem Aufsichtsrat des Medizinischen Zentrums für Gesundheit Bad Lippspringe GmbH sowie als ehemaliger Vorsitzender der dggö ist Prof. Dr. Greiner in Politik, Gesundheitswirtschaft und Wissenschaft gut vernetzt.

Im Rahmen des NetzWerk GesundAktiv ist das Team der Universität Bielefeld mit der gesundheitsökonomischen Begleitevaluation betraut. Neben der Analyse der Wirksamkeit des NWGA wird eine leistungs- und sektorenspezifische Analyse der Kosteneffektivität des NWGA erfolgen.

Mehr Informationen unter: http://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/ag5

Die Techniker

Die Techniker Krankenkasse ist mit 10,1 Millionen Versicherten die größte Krankenkasse in Deutschland. Mit mehr als 13.000 Mitarbeitern ist sie in allen 16 Bundesländern vertreten und gehört zu den am stärksten wachsenden Playern im deutschen Gesundheitssystem. Allein im vergangenen Jahr ist ihre Versichertenzahl um über 300.000 gestiegen und ihr Etat umfasst inzwischen ein Volumen von 33 Milliarden Euro. Die TK hat immer wieder hart an ihren Strukturen gearbeitet. Dadurch verfügt sie mit 132 Euro je Versicherten über stark unterdurchschnittliche Verwaltungskosten (GKV-Durchschnitt: 146 Euro). Zwar kann die Kasse auf eine mehr als 130-jährige Geschichte zurückblicken. Dennoch versteht sie sich als modernes Dienstleistungsunternehmen, das sehr großen Wert auf Innovationen, Digitalisierung, Service und Effizienz legt.

Die TK verfügt über hochspezialisiertes Know-how für das Entwickeln, Steuern und Evaluieren von Selektivverträgen und Modellvorhaben. Mit aktuell mehr als 200 Verträgen in 70 Indikations-gebieten versorgt die TK damit jährlich mehr als 400.000 Patientinnen und Patienten. Dabei hat die TK mit unterschiedlichen Vertragspartnern innovative Versorgungsformen von Apps und Coaches zur Krankheitsbehandlung bis hin zu High-Tech-Versorgungsangeboten und sektoren-übergreifende Versorgungsangebote für schweren Erkrankungen mit Ihren Vertragspartnern entwickelt.

Im NetzWerk GesundAktiv übernimmt die TK die Rolle der Konsortialführung und hat die volle Verantwortung über das Projekt.

DAK-Gesundheit

Als eine der größten Krankenkassen Deutschlands begleitet die DAK-Gesundheit rund sechs Millionen Menschen beim Gesundbleiben und Gesundwerden, getreu ihrem Motto: „Vorausschauen. Für Ihre Gesundheit“. 20,87 Milliarden Euro hat die DAK-Gesundheit 2015 für die Gesundheit ihrer Versicherten aufgewendet. Das sind über 55 Millionen pro Tag für Arztbesuche, Medikamente, Hilfsmittel vom Hörgerät bis zum Rollator, Präventionsangebote wie Ernährungsberatung oder Raucherentwöhnung und vieles mehr.

Mit ihrem Spezialisten-Netzwerk ermöglicht die DAK-Gesundheit Versicherten eine Behandlung, die weit über die Regelversorgung hinausgeht: In rund 250 Selektivverträge – sowohl indikationsspezifische als auch populationsbezogene – in sämtlichen Behandlungsbereichen sind mehr als 43.500 Leistungserbringer eingebunden. Für eine schnelle Orientierung im DAK-Spezialisten-Netzwerk bietet die Krankenkasse im Internet unter www.dak.de/dakspezialistennetzwerk eine moderne Spezialistensuche an.

Ein Beleg für den Erfolg sind die Auszeichnungen, die die DAK-Gesundheit regelmäßig erhält. So ging sie aus dem Langzeitvergleich seit 2010 von Focus-Money als beste Krankenkasse für Familien hervor. Auch in den Kategorien für junge Versicherte, anspruchsvolle Kunden und Sportler erreichte die DAK-Gesundheit in der Analyse für Focus-Money Spitzenplätze. Vom Kölner Service Value-Institut wurde sie zudem zur beliebtesten Krankenkasse Deutschlands gekürt. Besonders ihre Serviceleistungen und Bonusprogramme heben die DAK-Gesundheit von der Masse ab.

Die DAK-Gesundheit baut ihre Angebote laufend weiter aus. Mit ihren Online-Angeboten wie einem Videochat mit Ärzten, der Online-Therapie Deprexis, dem Arzttermin-Service oder Versorgungsangeboten für schwer erkrankte Menschen nimmt die DAK-Gesundheit branchenweit eine Vorreiterrolle ein. Aktuell ist der DAK-Pflegeguide, eine App mit praktischen Tipps und Anleitungen für den Pflegealltag gestartet. Zusätzlich unterstützt der DAK-Demenzcoach beim Umgang mit demenziell erkrankten Menschen. Weitere Beispiele sind etwa innovative Konzepte für die Versorgung von Diabetikern oder Menschen mit chronischen Wunden, erweiterte Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere, Kinder und Jugendliche oder auch fit4future: An der Präventionsinitiative für gesunde Schulen werden in den kommenden Jahren rund 600.000 Schüler an 2.000 Schulen teilnehmen.

BARMER

Die BARMER bietet maßgeschneiderte Angebote für alle Altersgruppen. Ihren 9,4 Millionen Versicherten garantiert sie eine Gesundheitsversorgung, die sich durch höchste Qualität und Kundenorientierung auszeichnet. Mit ihrem rund 37,3 Milliarden Euro umfassenden Haushalt bietet sie ihren Versicherten eine umfassende medizinische Versorgung, die weit über den gesetzlichen Leistungskatalog hinausgeht. Ihren Service richtet die BARMER an den sich stetig wandelnden Bedürfnissen ihrer Versicherten aus. Neben den bundesweit über 400 Geschäftsstellen bietet sie eine zeitnahe und kompetente Betreuung am Telefon, im Internet und wenn gewünscht auch vor Ort zu Hause in den eigenen vier Wänden. Sie schafft durch verschiedene Internetportale und mit fundierten Analysen im Rahmen der Versorgungsforschung mehr Orientierung und Transparenz im Gesundheitswesen. Gesundheit weiter gedacht heißt für die BARMER auch, medizinische Innovationen zu fördern, damit den Patientinnen und Patienten die besten und modernsten Versorgungsangebote zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund sind wir, die BARMER, Partner im NetzWerk GesundAktiv.

KNAPPSCHAFT

Die Krankenkasse KNAPPSCHAFT gehört zum Verbundsystem der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Mit ca. 1,7 Millionen Versicherten zählt die KNAPPSCHAFT zu den größten bundesweit tätigen Krankenkassen in Deutschland. Sie ist seit 2007 eine für alle frei wählbare Krankenkasse und stellt eine Vielzahl von Leistungen zur Früherkennung und Prävention bereit – viele Angebote reichen dabei über die Standards der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus.

Als traditionsreiche Krankenkasse mit einer mehr als 750-jährigen Geschichte fühlt sich die KNAPPSCHAFT einer kontinuierlichen Weiterentwicklung ihres Leistungsspektrums verpflichtet. In zahlreichen Verträgen zur Integrierten Versorgung sowie in Selektivverträgen hat sie innovative Versorgungsformen für ihre Versicherten entwickelt, zum Beispiel mit der Elektronischen Behandlungsinformation eBI.

In Schleswig-Holstein ist die KNAPPSCHAFT als erste Kasse dem Norddeutschen Epilepsienetz beigetreten und unterstützt damit eine innovative, internetbasierte Versorgungsform für Kinder mit Epilepsien. In Hamburg und Schleswig-Holstein ist sie zudem am Angebot „Integrierte Versorgung seelische Gesundheit“ beteiligt. Den Versicherten wird durch verschiedene Verträge mit Leistungserbringern eine innovative Versorgung ermöglicht, zum Beispiel die Behandlung mit dem CyberKnife. Zudem bietet die KNAPPSCHAFT ihren Versicherten innovative Zusatzleistungen wie Online-Programme zur Nikotinentwöhnung, ein umfangreiches Bonusprogramm sowie Unterstützung bei der Facharztsuche. Die eigenen Pflegeberaterinnen und Pflegeberater unterstützen die Versicherten darüber hinaus kompetent bei allen Fragen rund um die Pflegebedürftigkeit.

Die Teilnahme am Projekt NetzWerk GesundAktiv (NWGA) gibt der KNAPPSCHAFT eine weitere Möglichkeit, sich konstruktiv an der Entwicklung der Gesundheitslandschaft in Hamburg zu beteiligen.

Förderung durch den Innovationsfonds

Das NWGA erhält eine Förderung in Höhe von maximal 8,9 Millionen Euro über vier Jahre aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Der G-BA erhielt durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz den Auftrag, neue Versorgungsformen und Versorgungsforschungsprojekte zu fördern, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen. Deshalb hat die Bundesregierung einen Innovationsfonds aufgelegt. Das übergeordnete Ziel des Innovationsfonds ist eine qualitative Weiterentwicklung der Versorgung in der GKV in Deutschland.

Die verfügbare Fördersumme in den Jahren 2016 bis 2019 beträgt pro Jahr 300 Millionen Euro. Davon sind für die Förderung neuer Versorgungsformen 225 Millionen Euro und für die Versorgungsforschung 75 Millionen Euro vorgesehen. Die Mittel für den Fonds werden von den gesetzlichen Krankenkassen und aus dem Gesundheitsfonds finanziert. Die Verwaltung der Finanzmittel des Innovationsfonds unterliegt dem Bundesversicherungsamt.

Der Innovationsausschuss ist beim G-BA eingerichtet. Er entscheidet in sogenannten Förderbekanntmachungen über Schwerpunkte und Kriterien für die Förderung der Projekte. Außerdem führt er Interessenbekundungsverfahren durch und entscheidet über die Förderung der eingegangenen Anträge.