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Geheimrezept des NetzWerks GesundAktiv

Soziale Teilhabe und eine moderne altersmedizinische Versorgung

Soziale Kontakte sind wichtig, um sich im Alter fit und vital zu fühlen und gesund zu bleiben. Neben einer modernen, umfassenden altersmedizinischen Untersuchung und einer individuellen Betreuung durch Fallmanagerinnen der Koordinierenden Stelle am Albertinen-Haus, Zentrum für Geriatrie und Gerontologie, fördert das NWGA auch die soziale Teilhabe der Teilnehmenden. Das geschieht durch die Vernetzung von Angeboten im Quartier. Denn häufig wissen die Menschen gar nicht, welche Angebote sich in ihrer Nachbarschaft befinden. Das kann ein Tanzkurs sein, aber auch ein Seniorentreff oder eine nahegelegene Physiotherapiepraxis.

Doch wie kann das Netzwerk dazu beitragen, dass die Menschen die Angebote auch finden? Die Antwort ist das technische Unterstützungssystem PAUL. PAUL steht für Persönlicher Assistent für Unterstütztes Leben und ist ein über Touchdisplay bedienbares Tablet, welches die NWGA-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer im Rahmen des Pilotprojekts ausgehändigt bekommen. Mit PAUL können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Beispiel E-Mails versenden und empfangen, eBooks lesen, videotelefonieren oder im Internet surfen. Außerdem steht den Teilnehmenden das CASA-Dienstleistungsportal zur Verfügung. Über CASA können NWGA-Teilnehmer Dienstleistungen in der Nachbarschaft finden und buchen. Das geht ganz einfach:  Interessierte Dienstleister im Quartier aus den Bereichen haushaltsnahe Dienstleistungen, Gesundheit, Kultur und Sport können sich bei der Koordinierenden Stelle am Albertinen-Haus melden. Dort werden die Angebote geprüft und im Portal eingestellt. Anschließend können Projektteilnehmende mit einem Klick auf PAUL den Friseur um die Ecke finden, sich zu einem Tanzkurs anmelden oder Essen auf Rädern bestellen.

NWGA-Sommerfest: Vernetzen im Quartier

Beim NWGA-Sommerfest im September konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Anbieter der Dienstleistungen schon mal persönlich kennenlernen. Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ stellten sie sich an Messeständen vor und standen für Rückfragen jeglicher Art bereit. Dieses Angebot ließen sich die über 250 Gäste des Sommerfests nicht entgehen und löcherten die Anbieter mit Fragen. Außerdem konnten die NWGA-Teilnehmenden sich auf dem Sommerfest kennenlernen und untereinander vernetzen. Die bekannte Moderatorin Kerstin Michaelis übernahm die Regie und führte die Gäste des Sommerfests durch die verschiedenen Programmpunkte. Unter anderem hielt Dagmar Hirche vom Verein Wege aus der Einsamkeit einen Vortrag darüber, dass Digitalisierung und Alter kein Gegensatz sind.

Interview Dr. Thomas Nebling, NWGA-Projektleiter von der TK

„Das Schöne am NetzWerk GesundAktiv ist, dass wir nicht nur einen Fokus auf die altersmedizinische Versorgung legen, sondern auch das Thema soziale Teilhabe beleuchten.“

 

Interview mit Ralf Zastrau, Geschäftsführer Albertinen-Haus

„Wir wollen eine Versorgungsstruktur aufbauen, die die Menschen darin unterstützt, möglichst lange selbstständig und selbstbestimmt in ihrer eigenen Häuslichkeit zu leben.“

 

Interview mit Dagmar Hirche, Wege aus der Einsamkeit e.V.

„Wir sind der Meinung, dass Digitalisierung und das Alter perfekt zusammenpassen.“

 

Interview mit Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg

„Hamburg ist ein gutes Pflaster, weil sich die Politik schon lange mit dem Thema beschäftigt. […] Auch das Thema Pflege im Quartier wird hier sehr groß geschrieben. Das NetzWerk GesundAktiv passt damit besonders gut in den politischen Rahmen.“