• WAS IST DAS NETZWERK GESUNDAKTIV?

    Das NetzWerk GesundAktiv (NWGA) ist ein Betreuungsnetzwerk im Quartier für ein längeres selbstständiges und selbstbestimmtes Leben älterer Menschen und leistet einen Beitrag zur Gestaltung des demografischen Wandels.

  • WELCHES ZIEL VERFOLGT DAS NETZWERK GESUNDAKTIV?

    Ziel des NWGA ist es, den teilnehmenden Versicherten auch im hohen Alter möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen.

  • WO BEFINDET SICH DIE PILOTREGION?

    Die Pilotregion befindet sich im Bezirk Hamburg-Eimsbüttel. Weitere Bezirke nördlich der Elbe werden gegebenenfalls folgen.

  • MIT WELCHEN PARTNERN WIRD DAS NETZWERK GESUNDAKTIV DURCHGEFÜHRT?

    Hauptpartner sind das Hamburger Albertinen-Haus, die CIBEK technology + trading GmbH und die Techniker. Weitere Partner sind die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Forschungsstelle für Geriatrie am Albertinen-Haus, die Universität Bielefeld, die BARMER, die DAK-Gesundheit und die KNAPPSCHAF.T

  • WER KANN TEILNEHMEN?

    Beim NWGA handelt es sich um ein geschlossenes Förderprojekt, welches aus dem sogenannten „Innovationsfonds“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) finanziert wird. Die Teilnehmerzahl ist insgesamt auf 1.000 Versicherte begrenzt. Die Techniker (TK), BARMER, DAK-Gesundheit und KNAPPSCHAFT treffen auf Basis der im Förderkonzept genannten Kriterien eine Vorauswahl, welche Versicherten von dem Versorgungsprogramm profitieren können. Diese Versicherten mit Wohnsitz im Hamburger Bezirk Eimsbüttel werden von ihrer jeweiligen Krankenkasse angeschrieben und erhalten einen Fragebogen, mit dem festgestellt werden kann, ob die Voraussetzungen zur Teilnahme am NWGA vorliegen.

  • WELCHE LEISTUNGEN BEINHALTET DAS NETZWERK GESUNDAKTIV?
    • Einbindung der zahlreichen Hilfenaus dem Umfeld des Versicherten
    • Umfangreiche altersmedizinische Untersuchungen und Tests zur Erfassung der individuellen Bedürfnisse der teilnehmenden Versicherten in der Koordinierenden Stelle am Albertinen-Haus
    • Erstellung eines individuellen Unterstützungsplans durch ein Expertenteam
    • Rehabilitation vor und während der Pflegebedürftigkeit
    • Hilfen für Angehörige
    • Beratung und Betreuung bei Demenz
    • Förderung der Gesundheitskompetenz
    • Einbindung des behandelnden Hausarztes
    • ein handlicher Tablet-PC mit einer vorinstallierten Unterstützungs- und Kommunikationsplattform (PAUL)
    • Einbindung von Quartiersangeboten, wie Wohn- und Betreuungsleistungen, Hauswirtschafts-, Pflege- und Sozialleistungen sowie die bestehenden Pflegestützpunkte
  • WIE ERFOLGT DIE UNTERSTÜTZUNG IM NETZWERK GESUNDAKTIV?

    Neben der Koordinierenden Stelle, die für die Teilnehmer für alle Fragen und Anliegen rund um die Uhr zur Verfügung steht, erhalten die teilnehmenden Versicherten ein Tablet mit einer vorinstallieren Kommunikations- und Unterstützungsplattform für Senioren (PAUL).

  • WAS KANN DIE KOMMUNIKATIONS-PLATTFORM (PAUL)?
    • Senden und empfangen von Nachrichten (E-Mails)
    • Videotelefonie mit Angehörigen oder Freunden
    • Bestellen von ausgewählten haushaltsnahen Dienstleistungen
    • online Zeitung lesen
    • eBooks lesen
    • Internet-Radio hören
    • Termine verwalten
    • Wecker-Funktion
    • Tagebuchfunktion
    • Erstellen einer persönlichen Galerie für Bilder, Videos und Musik
    • Abrufen von Gesundheitsinformationen
    • Kalenderfunktion
    • Notiz- und Einkaufszettelfunktion
    • Erweiterbar für die Übernahme von Haussteuerungsfunktionen (z. B. Lichtschalter, Steckdosen, Fenster etc.)
    • Erweiterbar für die intelligente Notfallerkennung mit Hilfe von angeschlossenen Sensoren und Absetzen eines Notrufes an die Johanniter-Unfall-Hilfe
  • WANN STARTET DAS PROJEKT NETZWERK GESUNDAKTIV?

    Das Projekt wird durch den Innovationsfonds gefördert und startete am 10.01.2017.

  • WANN SIND ERSTE LEISTUNGEN FÜR DEN TEILNEHMENDEN VERSICHERTEN MÖGLICH?

    Die Einschreibung der Versicherten startete im November 2017. Danach erfolgt eine stufenweise Erweiterung des Leistungsportfolios.

  • IST DIE ANZAHL DER TEILNEHMENDEN VERSICHERTEN BEGRENZT?

    Es können sich maximal 1.000 Versicherte der teilnehmenden Krankenkassen TK, BARMER, DAK-Gesundheit und KNAPPSCHAFT für die Teilnahme entscheiden.

  • GIBT ES ZUGANGSKRITERIEN FÜR DIE TEILNAHME AM NETZWERK GESUNDAKTIV?

    Teilnehmen können Versicherte der TK, BARMER, DAK-Gesundheit und KNAPPSCHAFT, bei denen die Möglichkeit besteht, in absehbarer Zeit hilfs- und pflegebedürftig zu werden oder die von ihrer Pflegekasse einen der Pflegegrade eins bis drei zugeteilt bekommen haben. Potenzielle Teilnehmer erhalten von ihrer Krankenkasse den LUCAS Selbstausfüller-Fragebogen, durch den die Voraussetzungen für eine Teilnahme am NWGA geprüft werden.

  • DURCH WEN ERHALTE ICH DEN LUCAS SELBSTAUSFÜLLER-FRAGEBOGEN?

    Den Fragebogen bekommen Versicherte mit Wohnsitz im Hamburger Bezirk Eimsbüttel durch ihre am Projekt teilnehmende Krankenkasse zugeschickt. Voraussetzung ist, dass der Versicherte die grundsätzlichen Zugangskriterien erfüllt.

  • WELCHE AUSSCHLUSSKRITERIEN GIBT ES?

    Das NWGA hat zum Ziel, dass der Versicherte länger in der eigenen Häuslichkeit verbleiben kann. Daher ist die Teilnahme von Versicherten, die bereits dauerhaft in einer stationären Pflegeeinrichtung oder einer Wohngemeinschaft für demenziell Erkrankte untergebracht sind, ausgeschlossen. Auch Versicherte mit einem Pflegegrad vier oder höher können nicht an diesem Projekt teilnehmen.

  • WAS PASSIERT, WENN ICH DIE ZUGANGSKRITERIEN NICHT ERFÜLLE?

    Wenn die Teilnahmebedingungen nicht erfüllt werden, ist eine Teilnahme am NWGA nicht möglich.

  • WAS PASSIERT MIT MEINEN DATEN IM NETZWERK GESUNDAKTIV?

    Voraussetzung für die Teilnahme ist eine entsprechende Freigabeerklärung zum Datenschutz, damit die vom Innovationsfonds geforderte wissenschaftliche Evaluation erfolgen kann. Die wissenschaftliche Evaluation wird durch die Universität Bielefeld (gesundheitsökonomische Evaluation) und die Forschungsabteilung für Klinische Geriatrie am Albertinen-Haus (gesundheitswissenschaftliche Begleitforschung) durchgeführt.

  • WIE LANGE LÄUFT DAS PROJEKT?

    Die Projektdauer beträgt vier Jahre.

  • KANN ICH WÄHREND DER PROJEKTLAUFZEIT MEINE TEILNAHME BEENDEN?

    Nein, ein Ende der Teilnahme eines Versicherten ist erst mit Ablauf der Projektphase zum 09.01.2021 möglich.

  • WAS PASSIERT MIT DER TECHNISCHEN AUSSTATTUNG BEI ENDE DER MITGLIEDSCHAFT ODER BEI TOD DES TEILNEHMENDEN VERSICHERTEN?

    Die Rückgabe der technischen Ausstattung ist in diesem Fällen bilateral mit der betreffenden Krankenkasse zu klären.