KOMMUNIKATION UND UNTERHALTUNG

Die teilnehmenden Versicherten erhalten ein Tablet mit einer vorinstallieren Software (PAUL). Diese wurde speziell für ältere Menschen entwickelt. Sie dient sowohl als Unterstützungs- als auch als Kommunikationsplattform. PAUL steht für „Persönlicher Assistent für Unterstütztes Leben“. Mit PAUL können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Beispiel E-Mails senden und empfangen oder mit ihren Angehörigen, Bekannten oder anderen Nutzerinnen und Nutzern über Videotelefonie kommunizieren. PAUL kann auch genutzt werden, um Bücher oder Zeitungen online zu lesen, ausgewählte Gesundheitsinformationen abzurufen, Internet-Radio zu hören sowie Termine in einem Kalender zu verwalten oder Notizen zu speichern. Eine Wecker-Funktion und die Möglichkeit, Bilder, Videos oder Musik in einer persönlichen Galerie anzulegen gehören ebenfalls zu den Grundfunktionen von PAUL. Weiterhin können die Teilnehmenden Informationen über Angebote aus den Bereichen haushaltsnahe Dienstleistungen, Gesundheit, Sport und Kultur über das sogenannte CASA-Portal abrufen.

Da die Plattform stets weiterentwickelt wird, stehen schon bald weitere Funktionen zur Verfügung. Beabsichtigt ist beispielsweise, dass in einem „Schwarzen Brett“ Veranstaltungshinweise im Quartier abgerufen werden können.

Bei PAUL handelt es sich um ein geschlossenes System. Die bei der Nutzung anfallenden Daten werden nur lokal auf dem Gerät oder auf einem Mini-Server in der Wohnung gespeichert. Der Zugriff auf die Portale (Dienstleistungen, Schwarzes Brett, Videotelefonie) ist nur über das Touchdisplay der NWGA-Teilnehmer möglich. Auf deren Wunsch erhalten ihre Angehörigen eine personalisierte Freischaltung für einen Zugriff über einen Webbrowser. Durch diese Maßnahmen werden die Daten der NWGA-Teilnehmer besonders geschützt.

Installation und Schulung

Haben sich die Versicherten für eine Teilnahme am NWGA entschieden,  wird die Unterstützungs- und Kommunikationsplattform PAUL in der jeweiligen Wohnung installiert. Die Erstinstallation und eine erste Einweisung in die Funktionen von PAUL übernimmt das Hamburger Unternehmen NEXUS-BI. NEXUS-BI ist ein Anbieter für Dienstleistungen im IT- und Schulungsbereich und Kooperationspartner der CIBEK.

Je nach individuellem Bedarf bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Ausbaustufen von PAUL. Welche Ausbaustufe installiert wird, entscheidet sich nach der umfassenden Eingangsuntersuchung in der Koordinierenden Stelle am Albertinen-Haus, Zentrum für Geriatrie und Gerontologie.

CAFÉ PAUL

Im Café PAUL findet für die NWGA-Teilnehmer in regelmäßigen Abständen ein Treffen zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch statt. Außerdem geben Expertinnen und Experten Tipps zur Bedienung und stehen für alle Fragen und Anliegen rund um PAUL zur Verfügung. Das Café PAUL befindet sich in der Koordinierenden Stelle am Albertinen-Haus.

Sollten außerhalb des Café PAULs Fragen oder Probleme auftreten, können sich die Teilnehmenden rund um die Uhr telefonisch an die Koordinierende Stelle am Albertinen-Haus wenden. Sollte das Anliegen nicht über diesen telefonischen Kundensupport zu lösen sein, wird bei Bedarf ein Servicemitarbeiter von NEXUS-BI informiert. Dieser behebt das Problem direkt vor Ort.

Technische Details der PAUL-Plattform

Die PAUL-Plattform besteht aus verschiedenen Soft- und Hardwarekomponenten. Abhängig vom Bedarf werden diese Komponenten aufeinander abgestimmt und als Komplettsystem in der Wohnung installiert. Im Nachfolgenden erfahren Sie, welche Ausbaustufen der Unterstützungs- und Kommunikationsplattform es gibt.

PAULo

Mit PAULo können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die im Abschnitt KOMMUNIKATION UND UNTERHALTUNG beschriebene Grundausstattung der Unterstützungs- und Kommunikationsplattform nutzen. Dazu gehören ein Tablet-PC mit angepasster PAUL-Oberfläche und alle Kommunikationsfunktionen wie zum Beispiel Videotelefonie, das Versenden und Empfangen von E-Mails oder die Nutzung eines Webbrowsers. Funktionen zur Unterhaltung sind ebenfalls enthalten – so können die Teilnehmenden eigene Foto- oder Videogalerien anlegen, Musik hören oder eBooks lesen.

Das Service- und Dienstleistungsportal CASA sowie ein Schwarzes Brett, in dem Veranstaltungshinweise im Quartier abgerufen werden können, sind ebenfalls in Planung.

PAULa

PAULa verfügt neben den Grundfunktionen von PAULo zusätzlich über eine Inaktivitätserkennung. Über Bewegungssensoren lernt das System den typischen Tagesablauf seiner Nutzer kennen. Tritt nun eine untypische Inaktivität (z. B. nach einem Sturz) auf, löst PAULa zuerst einen internen Alarm auf dem Touchdisplay aus. Ist alles in Ordnung, kann dieser Alarm durch einen Knopfdruck ausgeschaltet werden. Andernfalls wird nach Ablauf eines Countdowns automatisch ein Notruf über ein angeschlossenes Hausnotrufgerät direkt an die Johanniter-Unfall-Hilfe gesendet. Damit bietet PAULa die Möglichkeit, auch dann einen Notruf abzusetzen, wenn sich keine weitere Person mehr in der Wohnung befindet. Somit kann die Sicherheit der NWGA-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern erhöht werden. Die von den Bewegungssensoren aufgezeichneten Daten werden ausschließlich auf einem Miniserver gespeichert, der in der Wohnung verbleibt. Zugriff auf den Miniserver hat nur das Tablet des jeweiligen Teilnehmers.

PAUL

Zusätzlich zu allen Funktionen, die bereits in den Ausbaustufen von PAULo und PAULa enthalten sind, verfügt PAUL über Gebäudesteuerungsfunktionen. Dazu gehören neben einer Haustürkamera auch die Steuerung von Licht, Steckdosen und Rollläden über die PAUL-Plattform.

Tablet / Touchdisplay

Das Tablet ist Bestandteil des PAUL-Systems und das Anzeigegerät für die PAUL-Oberfläche. Alle Qualitätstests werden auf den im Lieferumfang enthaltenen Geräten durchgeführt. Eine Nutzung auf anderen Windows-PCs oder Tablets ist nicht vorgesehen. Die NWGA-Teilnehmer erhalten PAUL auf einem tragbaren Tablet.

Weiterführende Produktinformationen zur PAUL-Plattform finden Sie unter www.meinPAUL.de.