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„Wir merken, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine persönliche Beratung brauchen“

Zweite Zusammenkunft des NWGA-Beirates

Nicole Hasselberg ist Fallmanagerin in der „Koordinierenden Stelle“ am Albertinen-Haus. Für die Teilnehmenden am NetzWerk GesundAktiv (NWGA) ist sie mit drei weiteren Fallmanagerinnen die erste Ansprechpartnerin für alle Anliegen. Bei der zweiten Zusammenkunft des NWGA-Beirates am 14. Juni hat sie über ihre Erfahrungen und die Arbeit in der Koordinierenden Stelle berichtet.

Man merkt Frau Hasselberg den Spaß an ihrer Arbeit an: Jedes Mal auf’s Neue trifft sie dort auf ganz unterschiedliche Menschen, auf die sie ganz unterschiedlich eingehen muss. Um die Gesamtsituation einschätzen zu können, ist dabei nicht immer nur die Gesundheit ein Thema. Durch die umfangreichen Erstgespräche kennt sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer persönlich – und kann deren Situation deshalb gut einschätzen. Durch die intensiven Gespräche zu Beginn des Projekts habe sie direkt einen Anknüpfungspunkt für weitere Gespräche und könne die Teilnehmenden dort abholen, wo sie sich gerade befinden, sagt Hasselberg. „Wir merken, dass die Teilnehmer eine persönliche Beratung brauchen.“

Viele NWGA-Teilnehmende hätten noch immer eine Hemmschwelle, bei der Koordinierenden Stelle anzurufen. Mittlerweile merkten sie aber, dass „es gar nicht so schlimm“ sei und die Fallmanagerinnen ihnen weiterhelfen könnten, erklärt Hasselberg. Ihr Ziel sei es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrer Gesundheit zu unterstützen, damit sie möglichst lange im eigenen Zuhause bleiben könnten. Wenn beispielsweise der Bedarf an einem bestimmten Bewegungsangebot besteht, werden die Fallmanagerinnen aktiv und schauen, wo im Quartier es dieses gibt. Für Teilnehmende, die nicht mehr so mobil sind, gibt es auch Hausbesuche. Großes Potenzial bietet an dieser Stelle auch die Videotelefonie mit der Koordinierenden Stelle über den Tablet-PC PAUL. Viele würden die Funktion noch nicht kennen, sagt Hasselberg, und hofft, dass sich das nach dem Thementag im Café PAUL zum Thema Videotelefonie ändert und noch mehr Netzwerk-Teilnehmer davon profitieren können.

Insgesamt waren die Beiratsmitglieder von den großen Fortschritten und den vielen Gesundheits- und Teilhabeangeboten im NWGA beeindruckt, an dem fast 900 Hamburgerinnen und Hamburger teilnehmen.